Kenia - Wasserversorgung sichert Ernährung

© Axel Fassio

Der Klimawandel setzt weltweit immer mehr Menschen zu. Auch die kenianischen Kleinbauern und Familien in den Countys Machakos, Makueni und Kitui leiden unter den Folgen. Die Region kämpft mit starken Niederschlagsschwankungen und häufigen Dürreperioden. Das führt zu eingeschränkter Produktion in der Landwirtschaft und zu Wasser- und Nahrungsunsicherheit. In den Bezirken sind fast 40 % der Menschen mangelernährt, vor allem betroffen sind Frauen und Kinder. Knorr-Bremse Global Care e. V. und arche noVa e. V. sowie die African Sand Dam Foundation wirken dem Problem gemeinsam entgegen.

Zentrales Vorhaben dabei ist der Bau von Sanddämmen in ausgetrockneten Flussbetten. Das Projektteam realisiert dies in enger Kooperation mit lokalen Behörden und der Bevölkerung. Während der Regenzeit staut sich das Wasser hinter den Dämmen und der mitgeführte Sand und Sedimente lagern sich dort ab. Diese Schicht wiederum speichert und filtert das Wasser. Da nur ein geringer Teil des Wassers hinter einem Damm zurückgehalten wird und ein großer Teil des Wassers weiterfließt, können mehrere Dämme hintereinander in einem Flussbett gebaut werden. Die Menschen flussabwärts profitieren so ebenfalls von der Methode. Durch das angestaute Wasser steigt auch der Grundwasserspiegel. Aus diesem Grund werden neben den Sanddämmen auch Handpumpbrunnen installiert, damit die Menschen das Wasser für den Eigenbedarf oder für die Landwirtschaft nutzen können.

Wichtig ist die Wartung und Reparatur der Dämme und Brunnen. Neu gegründete Selbsthilfegruppen erhalten Schulungen und Trainings zum Thema. Zusätzlich werden Landwirten Kurse angeboten, in denen sie neue Anbaumethoden erlernen können. Das steigert die Produktion und den Ertrag. Über 5.000 Menschen profitieren von dem Projekt und können in Zukunft ein unabhängigeres Leben führen.

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Kenia - Wasserversorgung sicher Ernährung

Schwerpunktthema: WASH

Projektort: Machakos, Makueni und Kitui Counties, Kenia

Erreichte: 5.228 Kleinbauern und Familien

Projektierte Kosten: 64.742 EUR

Global Care Projektpate: Julia Thiele-Schürhoff

Partnerorganisationen: arche noVa e.V., African Sand Dam Foundation

Laufzeit: Juni 2017 - Dezember 2019

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